Sonntag, März 15, 2009

PROJECT DISMANAGEMENT PART1 - TIME OUT.

So kann es gehen, wenn man Projekte falsch einschätzt.
Schon bei ersten Anruf des Kunden ist klar dass das Zeitfenster sehr eng bemessen ist. Ich will den Job. Ich mache eine Einschätzung. Ich erstelle ein Angebot aufgrund dieser Einschätzung. Ich liege mit meiner Schätzung daneben.
Das Projekt, das eh schon "tight getimt" war wird zum nächtefressenden Zeitmonster. Je näher die Deadline rückt, desto öfter der Blick auf die Uhr - die Hoffnung stirbt zuletzt. Man überlegt wo man "Abstriche" machen kann - ohne dass man diese hinterher im fertigen Film bemerkt. Ähnlich der JPG-Komprimierung bei Fotos vielleicht. Time-Compression... am Ende muss man feststellen, dass es trotz quad-core, weniger motionblur und geringerer Auflösung eine halbe Stunde zu lange rechnet.

Bis kurz vor der Deadline hofft man, dass die Remaining Time noch nach unten geht…
vergeblich. Der finale Film ist leider eine halbe Stunde zu spät beim Kunden.

Die Jungs von gomedia hatten irgendwo (punkt 4) mal den Tip - versprich nicht zu viel. Wenn Du es nicht kannst - sag das.
Jetzt wäre da nur noch das Problem dass ich selbst erst zwanzig Minuten bevor es zu Spät ist realisiere, dass ich es nicht schaffen werde. Wie gesagt, die Hoffnung stirbt zuletzt.

Viel zu lernen also, für zukünftige Projekte.

Und vielen Dank an alle die mich in schlaflosen/rastlosen Zeiten unterstützen. You rock!


Wieviel Kreativität verträgt Effektivität?

Kommentare:

Depone hat gesagt…

boi. you rock!

Miri hat gesagt…

Hach, das Problem kenne ich auch... Sich immer erst kurz vor Schluss eingestehen, dass es zu spät wird *seufz*. Ist wohl branchenunabhängig. Jetzt hast du's aber erstmal wieder überstanden, oder? Dann erstmal durchatmen! Liebe Grüße!

Anja hat gesagt…

Ja, kenne ich auch... jedes Mal wieder... aber immer öfter klappt's auch. Kopf hoch!

Warnschild hat gesagt…

Kenn ich nur zu gut.